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Dienstag, 12. März 2019

Start "heiße Phase"

Endlich! Die letzten großen Arbeitsschritte stehen an, und wir haben sogar einen Umzugstermin. Ende Mai 2019. Unglaublich, dass wir jetzt wirklich eine Deadline haben. Seit letztem Herbst hat sich bei uns folgendes getan:

Wir haben begonnen den Graben für den Steuerungskasten der Kläranlage zu ziehen: 



Wir haben endlich die hässlichen, kaputten alten Rolläden entfernt.



Wir haben endlich die "Gefache" der Küchen. und Wohnzimmerdecke fertig Acryliert, geputzt und gestrichen. An dieser Stelle ein Tipp für Alle, die eine ähnlich Decke planen:
Schleift und ölt die Decke keinesfalls bevor ihr fertig gestrichen habt :D
Durch das Öl hat das Malerkrepp natürlich nicht mehr am Balken gehaftet. Wir konnten nicht abkleben und mussten nach dem Streichen noch mal einen Großteil der Decke schleifen und natürlich dann wiederum ölen *augenroll*.
Da die Handwerker zum Dielenverlegen kommen wollten, haben wir uns damit etliche Nächte um die Ohren geschlagen und uns schwere Arme und Steife Nacken geholt. Zum ZWEITEN Mal.

So sehr man sich bei Streichen auch um Sauberkeit bemüht - früher oder später wird man an die Balken kommen

Unser Bad ist mittlerweile vollständig gefliest, mit Badewanne und Toilette versehen und dadurch als Solches erkennbar.



Unsere wundervollen Fliesen


Die Handtuchheizung hängt auch schon. Jetzt muss nur noch die Wanne verfliest...

Und unser Waschtisch (ehemals eine Ikea-Kücheninsel, die ich bei Ebay erstanden habe) fertig werden und dann kann unser wunderbarer Koloss von einem Waschbecken auch noch in Betrieb gehen. 


Außerdem haben wir endlich eine Tür für unseren Stall bekommen!

Tipp: Haustüren sind sau schwer. Ich habe leichtsinnigerweise alleine die Annahme gemacht und hing dann mit dem Lieferanten an dem Monstrum um sie ins Haus zu bringen. Emanzipation hin oder her, hier ist ein "starker Mann" wirklich zu empfehlen!

Der Rahmen wird eingabut

Das Türchen ist drin!
 Weiterhin haben wir endlich unsere tolle neue Treppe gebaut bekommen. Durch ein paar Missverständnisse, war es für unseren armen Schwager nochmal extra aufwändig, aber was lange währt wird ja bekanntlich auch irgendwann mal fertig.


Es hätte so einfach sein können...
 

In dem Atemzug habe ich dann auch unsere Flurdecke verspachtelt und gerollputzt.



Was die Fußböden angeht, haben wir uns nun für einen Belag für das Schlafzimmer entschieden. Obwohl wir eigentlich Vinyl im Sinn hatten, sind wir am Ende doch bei Laminat gelandet. Es ist halt ein beträchtlicher Preisunterschied, der Optisch nicht so wirklich auffällt. Von Hoher Belastung kann man im Schlafzimmer auch weniger sprechen und so sparen wir halt ein bisschen. Das Geld können wir an anderer Stelle (Beispielsweise für ein zweites, zuverlässiges Auto) gut brauchen.

Der Mann wollte Grau, der Mann bekommt grau.

In Küche, Flur und WZ wurde mit der UK für die Dielen begonnen. Im Wohnzimmer haben wir (um Kosten zu sparen Selber) bereits die Schüttung eingebracht.



Kommen wir zu guter letzt zum momentan übergeordneten Thema der Baustelle. Der Heizungsanlage.
Zunächst wurden im UG überall die Heizkörper angebracht. Eigentlich hatte sich der Hausherr unbedingt Glieder- bzw. Röhrenheizkörper gewünscht. Nachdem er dann aber das Angebot gesehen hat, hat er mir beigepflichtet, dass es "die Normalen" doch auch tun :)
Und da hängen sie nun...

in der Küche


und im Wohnzimmer. 

Voller Elan und Enthusiasmus über die Inbetriebnahme, bestellte der Hausherr nach intensivem Preisvergleich zwei Paletten Holzbriketts...



Und die Heizung wurde mit Wasser gefüllt und vom Installateur in Betrieb genommen




Es war ein absolut seltsames und gleichzeitig angenehm heimeliges Gefühl auf eine warme Baustelle zu kommen. Die Heizung lief. Die Bude war warm. Die "heiße Phase" hatte im wahrsten Sinne begonnen.
Da bisher aber eigentlich alles ganz Glatt lief, war es an der Zeit vom Baustellengott einen Knüppel zwischen die Beine zu bekommen. Beim Zweiten Anheizen des Holzvergasers funktionierte es irgendwie nicht mehr so toll. Der Kessel rauchte aus diversen Stellen, die Temperatur kränkelte und der Pufferspeicher kam auch nicht über dreißig Grad hinaus.
Zunächst vermuteten wir einen Bedienfehler, heizten den Kessel gemeinsam mit unserem Installateur an und uns flog der Zugbegrenzer (eine Klappe am Schornstein) um die Ohren, als sich Rauch, der sich im Schornstein verdichtet hatte entzündete und eine kleines Explosiönchen verursachte. Ich muss zugeben, dass ich den Kessel seitdem mit einer gewissen Skepsis bediene.
Weitere zwei Wochen probierten wir dies und jenes, änderten Einstellungen, überprüften Anschlüsse, erhöhten den Schornstein um einen halben Meter und versuchten wieder und wieder den Vergaser zu betreiben. Irgendwie lief es immer halbwegs (immerhin war der Wohnbereich trotz allem warm), aber jedes mal hing viel Rauch im Stall und/oder es brannte bei zu niedriger Temperatur. Zudem begann der Kessel zu versotten und in der Brennkammer bildetet sich eine unansehnliche Schicht Teer. 
Irgendwann war ich es so leid zu rätseln und nach Kaminwurz zu riechen, dass ich darauf bestand einen Techniker vom Hersteller des Kessels kommen zu lassen.
Vergangene Woche kam der gute Herr, überprüfte die Installation (alles korrekt) und machte schließlich den Brennstoff (die Holzbriketts) verantwortlich. Die Briketts seien in einem Format, dass er noch nie gesehen habe. Sie seien so groß und dicht, dass sie schwer anbrannten, sich durch die Wärme ausdehnten und so bei vollgepacktem Brennraum gewissermaßen einen "Sturz" über der Flamme bildeten. Dadurch schwelten sie nur vor sich hin und verbrannten zwar effizient, aber produzierten auch enorme Mengen an kaltem Rauch, der auch für die Ablagerungen verantwortlich sei. Glücklicherweise hatten wir uns für einen gusseisernen Kessel entschieden, dem der Teer nichts anhaben konnte. Ein Stahlkessel wäre bereits irreparabel beschädigt gewesen. 
Erleichterung machte sich breit. Dieses Problem war leicht zu lösen. Wir hatten uns ohnehin eine erste Ladung trockenes Brennholz geordert, deren Lieferung genau zum richtigen Zeitpunkt kam.

Holziges Gold

Wie wenig doch 10 Schüttraummeter sind, wenn die Heizung solche unglaublichen Mengen frisst...

 Heute gab es dann den neuerlichen Versuch mit unserem Installateur gemeinsam, mit Holz anzuheizen. Und siehe da: es raucht trotzdem und die Temperatur steigt zwar mittlerweile auf die angestrebte Gradzahl, sinkt aber zu schnell wieder ab. Der Schornstein zieht auch nur richtig, wenn ein Fenster, aber nicht gleichzeitig die Tür offen ist.
Irgendwann ist immer noch im Argen. Morgen wird dann noch mal mit Schornsteinfeger und Hersteller telefoniert. Der Installateur ist mit seinem Latein am Ende und wir sind es schon längst.
Ich wette und hoffe das Problem liegt am Ende an irgendeiner lächerlichen Kleinigkeit, aber ehrlich gesagt bin ich mental aus dem Thema Kessel schon ausgestiegen. Das überlasse ich nur zu gerne dem Herren des Hauses.






Donnerstag, 30. August 2018

Hauruck Teil 1 - Das Krematorium

Wie auf (unserer) Baustelle üblich passierte lange nichts und dann alles zugleich.
Zunächst schulde ich euch noch ein Bild der Nordseite mit fertigem Dach:


Unsere Neue Nordansicht

Vielleicht habt ihr auf dem Bild auf bereits bemerkt, dass unsere Stalltür irgendwie komisch aussieht.
Um den Einzug unserer Heizungsanlage zu ermöglichen, mussten wir die Tür ausbauen und die Öffnung um etwa 20cm verbreitern.
Das hatte auch zur Folge, dass ein größerer Sturz für die Türöffnung erforderlich wurde, was seinerseits wieder Maurerarbeiten bedeutete und natürlich auch, dass sie schmale alte Tür nicht mehr passt. Arbeit zieht eben Arbeit nach.
Außerdem mussten wir für den über 650 kg schweren Ofen und den 2500-Liter Pufferspeicher natürlich ein ordentliches Fundament gießen.

Die Jungs machen die schwere Arbeit, ich schale am Ende aus. So gefällt mir das.

Und dann war es endlich soweit. Unser Krematorium, ähm ich meine Holzvergaser, kam ins Haus.



Nachdem alle mehrere Stunden auf den verspäteten Kran warten mussten, konnte das Ausladen endlich starten.


 Einer nach dem anderen wurden der Pufferspeicher und der Ofen abgeladen und über unseren Erdhaufen, so nah wie möglich zur Stalltür versetzt.




 Soweit wie möglich wurden die Kolosse dann mit dem Hubwagen bewegt und schließlich mit purer Manneskraft über eine fix improvisierte "Rutsche" aus OSB-Platten gehievt.


Bis endlich alles an seinem Platz stand. Um das Gewicht zu verringern und sie nicht zu beschädigen, wurde die Verkleidung des Ofens entfernt, wodurch man hier gut die einzelnen Gusseisen-Glieder sehen kann, aus denen das gute Stück besteht. 


Und so schaut das Öfchen wieder mit Verkleidung aus. Oben wird Holz eingeschichtet, unten entsteht die Flamme. 


Hier nochmal mit Pufferspeicher-Freund.


Und um unser neues Prunkstück sicher zu wissen, haben wir es dann auch direkt wieder sorgfältig verpackt. Natürlich ist ein Ofen ohne Schornstein etwa so nützlich wie ein Eimer mit Loch. Deshalb folgte wenige Tage später der neue Edelstahlschornstein. Leider haben die Dachdecker eine kleine Absprache vergessen. Der Abstand des Schornsteinrohrs zum Dach ist zu gering um die Abnahme zu überstehen. Deshalb müssen die Jungs demnächst noch mal aufkreuzen und den Dachüberstand, wie vereinbart an der kritischen Stelle kürzen.




Nun fehlt zu unserem Heizungsglück nur noch die Verrohrung, die Heizkörper an sich und natürlich die Abnahme durch unseren Schorni.
Was sonst alles passiert ist, lest ihr bald im zweiten Teil.


Sonntag, 7. Januar 2018

Ein Schritt zurück, zwei Schritte vorwärts.

Im November prüfte ein Sturm den Mondsteinhof. Eine unserer Birken :( und ein paar Dachziegel hielten nicht stand.

Das Löchlein im Dach
 Immerhin hat uns dieser Verlust endlich einen Dachdecker beschert, der zumindest erstmal das Dach wieder dicht gemacht hat und vielleicht ja auch tatsächlich mal die anderen Arbeiten ausführen wird.

Alles behoben

Alles geflickt
Weiterhin hatten wir den Klempner im Haus und nun liegen in bad, Küche Wohn- und Schlafzimmer die Leitungen für Wasser, Abwasser und Heizkörper.
Das Skelett der Toilette

Die Anschlüsse für's Waschbecken

Links die Anschlüsse für Bad und Durchlauferhitzer

Heizungsanschlüsse in der Küche

Heizleitungen im Schlafzimmer
Noch diesen Monat soll auch die Kläranlage und Regenwasserzisterne gesetzt werden.
Mit einem Handwerker für den Innenputz stehen wir auch bereits in Kontakt.
Wir selbst müssen noch ein paar kleinere Arbeiten erledigen:
- Zäune für den Eibau der KA demontieren
- Die letzten 2 Paletten Blähton aus dem Garten ins Haus verfrachten
- Die ausgebrochenen Steine aus dem Kamin ersetzen und Lücken verspachteln

Die nächst größeren Posten sind dann:

-Fußboden im Stall aufnehmen und
-Böden in Bad, Stall u. Schlafzimmer mit Estrich ausgießen (lassen)

Das Ziel dieses Jahr einzuziehen wird langsam realistisch...

Montag, 30. November 2015

Keine halben Sachen

Wenn man nach dem Hauskauf so lange auf ein "Go" wartet wie wir, kommt man irgendwann an einen gefährlichen Punkt.
Man versucht sich mit unnötigen, halbseidenen Arbeiten oder verfrühten Einkäufen einzureden, man würde bereits etwas sinnvolles tun. Man käme voran. So befällt mich beispielsweise immer wieder die Lust das Dach des Hühnerstalls zu reparieren.

Dach des Hühnerstalls

An sich ja kein schlechter Gedanke. Das Dach ist kaputt. Wenn man aber bedenkt, dass wir ein ganzes Haus zu sanieren haben, bevor wir überhaupt an den eigenen Einzug und die Anschaffung auch nur eines Hühnchens denken können, durchschaut man dieses Vorhaben schnell und erkennt es als den verzweifelten Versuch sich irgendwie mit dem Haus zu beschäftigen.
Dem Hausherren geht es wohl ähnlich. Er würde gerne den Garten mähen, umgraben und Bäume fällen und ich ertappe mich immer wieder beim Suchen nach günstigen Lichtschächten, Werkzeugen und Baumaterial.
Alles durchaus sinnvolle Investitionen von Geld und Zeit, allerdings einfach verfrüht. Wie Kinder, die vor dem Laufenlernen erst das Schleifebinden üben. 

Tatsächlich konnten wir aber auch einige wirklich nützliche Dinge erledigen. 

1: Das Dachrinnenproblem


Bereits im letzten Post hatte ich ja von unserer feuchten Wand und der resultierenden Schimmelecke berichtet. 
Nachdem wir also eine Leiter in unser Raumwunder von Auto gequetscht und angestellt hatten, haben wir die Dachrinne gründlich inspiziert. 
Genauer gesagt hat Tim in die Dachrinne geschaut und ich habe überbesorgte, wenig hilfreiche Kommentare vom Boden aus gegeben. 
Die Dachrinne war jedenfalls sauber, und nachdem wir einen Eimer Wasser hinein geschüttet hatten, konnten wir auch davon ausgehen, dass mit dem Fallrohr soweit alles in Ordnung war. 





Unsere Problemrinne, die wir anscheinen zu unrecht verdächtigt haben.

Was allerdings noch nicht richtig abzuschätzen ist, ist wie sich der Knick zum Haus und die Nähe der Rinne zur Dachkante bei wirklichem Regen und abfließendem Dachwasser auswirken.

Hier ist der Knick recht gut zu sehen.

Eine Leichte Verbesserung konnten wir allerdings schon durch eine einfache Veränderung (die uns schon eher hätte auffallen sollen) erzielen. Auf dem ersten Dachrinnenbild sieht man unten links vor der Regentonne noch ein Stück graues Rohr. Den Abfluss. Das wasser geht momentan nicht in die Tonne. 
Dieser Abfluss zeigte etwas zu Steil zu Haus, und so floss das Regenwasser über die betonierte Zuwegung und Sammelte sich wegen des ungünstigen Gefälles schön vor dem Treppenabsatz.
Nun zeigt der Abfluss zum Garten und das Wasser versickert auf dem Rasen.
Ein Moment um sich mit der flachen Hand vor die Stirn zu klatschen. 

Wie aber das folgende Bild ganz gut zeigt, war das nur ein der Lösung unseres Rätsels.
An diesem Tag hatte es vor unserem Besuch leicht, aber anhalten geregnet und wir sehen: einen Nassen Bereich AUF dem Treppenabsatz und den Stufen. Wir haben also das Wasser von unten ausgeschaltet, allerdings kommt aus irgendeinem Grund an dieser Stelle auch Wasser von Oben. 
Wir können nur Spekulieren, dass es mit der Neigung des Anbaus, oder eben doch irgendwie mit der Regenrinne zutun hat, aber die einfache Lösung hieße hier wohl: Vordach. 
Allerdings könnte man Anhand des Putzes links auch erahnen, dass Wasser an der Wand hinunter läuft.  
Im Grunde müssten wir an einem richtig regnerischen Tag mal einen erneuten Blick auf das ganze System werfen. Für bessere (und vor allem angenehmere) Vorscläge sind aber wir immer zu haben.

Nasser Treppenabsatz 

2: Das Loch auf dem Heuboden


Ebenfalls im letzten Post schon erwähnt, habe ich ja das ominöse, plötzlich aufgetauchte Loch im Heuboden. 

Können Mäuse sowas?





Nun haben wir ja eine Decke aus Hohlkammersteinen, die auf Holzbalken aufliegen, sich aber durch ein Nut und Feder-System unter Spannung selbsttragen.
Fehlt ein Stein, gefährdet das vielleicht nicht gleich die Statik, fehlen aber mehrere wird es finster. Meine erste Amtshandlung war also: Heuboden kehren (so gut es geht, ohne die enormen Mengen Staub irgendwohin abladen zu können) und nach weiteren defekten Steinen zu suchen.
Glücklicherweise war alles was ich finden konnte das:
Eine alte Wäscheklammer, eine ziemlich stabilaussehende Kanüle und eine Metallabdeckung. 
Nach Rücksprache mit dem Noch-Eigentümer entwickelten wir den Plan den Hohlraum großteils auszuschäumen (das Loch geht ja in den Hohlraum zwischen 2 Balken und ist nach unten nur durch den Putz der Schlafzimmerdecke begrent) und darauf eine dünne Schicht Estrich zu gießen um die Oberfläche der Decke wieder herzustellen, ohne großes Gewicht einzubringen.
Da der Putz nach unten eben nur eine Haut ist, wollten wir PU-Schaum besorgen, der sich nicht übermäßig ausdehnt und am Ende die dünne Begrenzung nach unten sprengt.
Also bin ich in den Baumarkt getingelt und habe für 12€ den einzigen Schaum besorgt, der sein Volumen nicht extrem vergrößert (B2). Ein kleiner Sack Betonestrich dazu. Einfach.
"Für den Estrich ist es mittlerweile zu kalt. Aber wir können ja wenigstens schon ausschäumen."

Schaum Marsch!

Sehr gut!


Sehr Gu...
...moment. Was meinst du mit "der Schaum ist leer"? Das waren 400ml für 12€. 
...Die sich eben nicht besonders ausdehnen. Da hätten wir auch 12€ Münzen ins Loch legen können und hätten vermutlich mehr Erfolg gehabt.

Das war übrigens der Moment in dem wir beschlossen haben keine halben Sachen mehr zu unternehmen. Keine Kleinigkeiten. Keine "Dann haben wir wenigstens Das schon erligt"s. Wir warten auf unser Okay und dann machen wir es richtig. Alles.
Das blöde Loch wird auch noch da sein, wenn wir endlich unseren Startschuss haben und solang können sich wenigstens die Mäuse ein top isoliertes Nest in der Trendfarbe Mintgrün bauen.


Damit wir jetzt nicht wie die völligen Versager dastehen möchte ich auch noch auf kleine Erfolge verweisen.

3: Winterfestigkeit 


Man muss Rechts-Deutsch einfach lieben. 
Laut Notariat sind wir momentan Besitzer des Hauses (klingt soweit gut), aber NICHT Eigentümer (Möp möp möööp).
Bedeutet: wir dürfen nach wie vor keine baulichen oder nicht reversiblen Veränderungen am Haus vornehmen, sind allerdings Dafür verantwortlich, dass sich Wert und Zustand der Immobilie nicht negativ verändern. 
Ja herrlich. 
Ich fühle mich wie das Kind, dem die Anderen beim Einbruch in den Süßwarenladen sagen: "Wir gehen rein und essen und du stehst jetzt Schmiere, okay? Das ist die wichtigste Aufgabe! Wir bringen dir auch was Süßes mit raus!"
Leider ist das aber eben geltendes Recht und Bestandteil eines Vertrages, den wir ja unterschrieben haben. Für uns hieß das: schauen, dass die Leitungen nicht einfrieren. 

Nun kann man ja (wie ich) argumentieren, dass es doch irgendwie egal ist ob da etwas einfriert, wenn ohnehin alle Leitungen und selbst der Zähler erneuert werden sollen, aber man kann es auch einfach machen um sich Diskussionen zu ersparen. 

Man nehme: zwei willige Menschen, 4 Platten 50er Styropor, einen Eimer und das größte, dickste Stück Rohrisolation, das der Baumarkt bieten kann. Weiterhin Gaffatape, einze Zange und eine Taschenlampe.

Der Mann hat Kraft, schraubt also das Ventil auf. Ich mache Fotos und halte den Eimer.
Mann schraubt auf, Wasser trullert raus. Ich denke mir: "Hm, wenn das Ventil dann ganz abgeht kommt doch bestimmt ein Schwapp. Gehe ich besser mal zur Seite"
Mann sagt:"Komm mal näher ran mit dem Eimer."
Ich denke: "Ach nagut, er wird schon wissen was er..."
Ventil explodiert vom Rohr in den Eimer und das gesammelte Brackwasser der letzten drei Jahre entleert sich raketenartig in mein Gesicht und auf meine Jacke.
Mann sagt: "Upps."

Wer kann diesem Gesicht schon böse sein? Hier sieht man bei näherer Betrachtung auch gute 50 unserer Millionen Untermieter. Statt Tapete haben wir im Keller Mücken als Wandbelag. Ist der letzte Schrei. 

Man beachte die Spuren der Explosion an der Wand
Wenn ich also zuvor nicht überzeugt war, dass auch die Frischwasserleitung erneuert werden muss, so bin ich es jetzt. Was im Eimer gelandet ist, ist ziemlich bräunlich und ich bin ja bekennender Rohrperle-Trinker.


Dann haben wir noch rasch das einzige wichtige Stück Rohr geschützt. Die Zuleitung (die gehört ja schließlich dem Versorger). 

Und besonders stolz bin ich auf meine neuen Gardinen. 
Damit ist die Kuschelige Wärme des Kellers also gesichert. Die Mücken werden es weiterhin schön warm haben. Gott sei Dank! 


4: Zimmermann 


Endlich haben wir es geschafft nicht nur den Kläranlagenmann, sondern auch den Zimmermann auf dem Mondsteinhof zu empfangen.
Wenn ihr euch erinnert: wir haben ja im alten Taubenschlag auf dem Heuboden ein morsches Stück Fußpfette entdeckt.



Alles unproblematisch. Die Dachbalken liegen auch auf dem Mauerwerk auf, demnach ist dieses Stück Pfette für die Statik nicht unbedingt notwendig. Trotzdem wollen wir es machen lassen. 

Viel umfangreicher  im Arbeitspensum scheinen unsere Deckenbalken im Flur des Obergeschosses zu sein. 
Die wollten wir ja eigentlich nur auf Holzwurmbefall untersuchen lassen. Als wir in Vorbereitung auf den Termin aber das Linoleum vom Boden entfernt hatten, fiel uns noch etwas ganz anderes auf: 


Die Deckenbalken südlich des Auflagers...

...sind eher Zahnstocher. 

Schon die ursprünglich gewählte Stärke (etwa 10cm) ist eher Unterkante für Deckenbalken. 
Die unter dem Linoleum verborgenen Reststücke allerdings sind eher ein Witz.


Die auf der Nordseite sind von der Größe her gerade in Ordnung, haben allerdings Holzwurm
Auch die Abstände zwischen den Balken stimmen nicht wirklich und der darauf verteilte Estrich ist eher eine Last als eine Stabilisierung für die Decke.
Das Fehlen eines Bodenaufbaus, ist zudem ein Problem, da die Lasten so nicht verteilt werden.
Der Flur muss also komplett raus.

Der Boden der Kinderzimmer sieht in Ordnung aus, aber wirklich sicher sein können wir tatsächlich erst nach dem Entkernen.

5: Heizen


Um das Häuschen an den bevorstehenden kalten Wintertagen wenigstens minimal warm zu halten, haben wir auch den Schornsteinfeger - oder wenigstens seinen (sehr netten) Gesellen - im Haus gehabt.
Wenn wir ein größeres Ofenblech vor den Küchenofen legen und das Wandfutter (Übergang von Ofenrohr zum Schornstein) erneuern, können wir den zunächst betreiben und damit provisorisch die Hütte heizen. 
Auf längere Sicht müssen wir noch die Klappen zum Kamin austauschen (ca. 6 Stück) und die Schornsteinköpfe mit neuem Mörtel bestücken und verputzen. Alles recht überschaubar. 
Der Schornsteinfegermeister ist aber erst kommende Woche aus dem Urlaub  zurück und muss dann ebenfalls noch alles begutachten. Mal sehen was er noch findet.    



Unser Fazit ist momentan aber erstmal nichts mehr zutun. 
Kommendes Wochenende sind wir ohnehin anderweitig eingebunden und wir hoffen inständig, dass in 2 Wochen dann endlich die Entscheidung des Jugendgerichtes und somit auch die Baufreigabe da ist.

Mit gedrückten Däumchen, 

Eure sehnsüchtig wartende Baufamilie