Posts mit dem Label Enten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Enten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 28. Januar 2016

Tag 2-4 - Nie wieder Steinwolle!

Die letzten Tage hieß es noch immer "volle Kraft voraus" für meine Ein-Frau-Unternehmung.
Motivationstechnisch habe ich mich immer irgendwo zwischen Rosie the Riveter und Bob dem Baumeister bewegt. Alles lief ganz zauberhaft.

Rosie the Riveter. Quelle: http://cdn.history.com/sites/2/2014/02/We-Can-Do-It-Rosie-the-Riveter-Wallpaper-2-AB.jpeg

Bob der Baumeister. Source: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QZFVGQDWL.jpg
Also ging es munter weiter mit Putz abschlagen:

Decke Abreissen: 
Wohlgemerkt habe ich hier erstmal die Paneele entfernt. Hier sehen wir eine weitere Abhängung aus Gipskarton. 
Und Buchten füllen: 


Solange bis ich mich nun auch voller Elan an die Deckenverkleidung des Vorbaus machte.
Ganz plötzlich war es vorbei mit dem seichten Segeln und das ruhige Sanierungsmeer zeigte mir die ersten Wellen.
Gewissermaßen ist das Entkernen wie Wahrheitsserum. Man zwingt das Haus nun endlich ehrlich mit einem zu sein und verdammt nochmal alle Zipperlein und Charakterschwächen zu offenbaren. Im Gegenzug dafür werden liebevoll seine Wunden behandelt und gebrochenen Knochen gerichtet.
Eigentlich ein einfaches Prinzip und ein guter Handel, doch leider ist eben der Prozess der Wahrheitsfindung oder aber das Gefundene manchmal unangenehm. Aber genug der Metaphern. Was also erwartete Mich unter der Verkleidung? 
Taddaaaa
Ihr fragt euch sicher: "Holz? Was ist denn so schlimm an Holz? Sieht doch gut aus!". Ist es auch. Ihr habt völlig recht. Das ist allerdings das Ergebnis gut einer Stunde blödester Arbeit.
Unter dem ersten Paneel grüßte mich nämlich das: 

Keine Angst, das Schwarze sind weder Maden noch Käfer...

Und auch kein Schimmel...

Tonnenweise Mäusekot.
Der war für mich kein Problem. Ich hatte selbst eine Zeit lang Ratten und finde auch Mäuse ausgesprochen niedlich und Kot ist eben Kot. Generell kann ich mich eh fast für jedes Geschöpf erwärmen und würde nie eine tötende Mäusefalle in Erwägung ziehen. Nach den letzten Tagen könnte ich mir allerdings durchaus eine Lebendfalle und Mäusemigranten vorstellen.
Was die possierlichen Nager nämlich angerichtet haben ist (die Bilder lassen es bereits erahnen), eine völlig zerfressene Mineralwolle.
Steinwolle im Neuzustand ist ja schon nicht der schönste aller Werkstoffe. Wenn das kratzende Zeug dann aber unkontrolliert in Flocken auf einen herab regnet, wird die ganze Angelegenheit trotz Schutzkleidung zu einem unbequemen Erlebnis. Kaum vorstellbar, dass es Leute geben soll, die sich ohne Maske, Anzug, Schutzbrille und doppeltem Paar Handschuhe damit herum schlagen. Andererseits verstehe ich widerum die Versuchung sich derer zu entledigen. Kochend im Anzug, unter der Maske feucht vom eigenen Atem und halb blind hinter der beschlagenen Schutzbrille wirken Langzeitfolgen durch eingeatmete Partikel garnichtmal sooo schrecklich.

Der Anfang des Grauens
Ende in Sicht
Nun ja, Anderen geht es schlechter, man weiß ja wofür und was muss, das muss eben. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Nichtsdestotrotz würde ich den erneuten Einsatz von Mineralwolle zur Dämmung herzlich gern vermeiden, wären all diese wundervollen nicht-reizenden Alternativen bloß nicht so unsäglich teuer.

Ob dieser kleine Kerl wohl an Lungenkrebs gestorben ist?  Immerhin hatte er es warm und wich. Wer auf dieser Welt macht sich nur freiwillig sein Nest in diesem kratzigen Mist?!
Am Ende hatte ich dann 3 große Säcke mit Dämmungsrest gefüllt und war reif für die Heimfahrt.
Heute dann wagte ich mich an die Dachschrägen im oberen Flur und natürlich erwartete mich ein ähnliches Bild.
Zwar diesmal ohne Mäuse, aber umso bröseligere (weil ältere?) Dämmstoffe, die mir entgegenflockten und als Feinstaub in den Lichtstrahlen glitzerten. 
Die Willkür mit der die Dämmmatten (Ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen ob es Mineralwolle war, so verfallen war das Zeug) verteilt waren sucht auch ihresgleichen.
Hier eine, dort eine, da ein Feld gar nichts, hier unten sonderbare Dinge.
Irgendwer hielt es für eine gute Idee Verpackungsstyropor ebenfalls in die Zwischenräume zu stopfen und sogar diese Gesellen als Dämmung zu benutzen: 

Ich hoffe doch es gab keine traurigen Kinder.
Auch bemerkenswert: hauptsächlich waren die Innenwände gedämmt, also die Teilung von Flur und Kinderzimmer. Mich wundert nichts mehr.
Darkwing Duck hier war schon fast willkommen normal unter den Dingen, die die Zwischenräume des Hauses bis jetzt für mich bereit gehalten haben.

Unser Hausfreund muss ein unglaublich erfolgreicher Jäger sein. Ich frage mich mittlerweile aber schon wie groß Herr Marder wohl ist, wenn er ausgewachsene Enten und Hühner erlegt. Zumindest ist mir mittlerweile klar, warum seine Haufen so immens groß sind...
Nach knapp 2 Stunden war ich schließlich von hier: 

Zu dem gelangt: 

Und auf der gegenüberliegenden Seite gab es auch einen kleinen Fortschritt



Wie sagt man so schön? Es muss schlimmer werden, bevor es gut wird!

Der Plan für die nächsten Tage (Wochenende) ist es, die letzten Deckenverkleidungen (Küche und Flur Oben) zu entfernen und die restliche Dämmung aus dem Kinderzimmer zu schmeißen. Dann sind die aller schlimmsten Schweinearbeiten erledigt und die Hütte ist bereit für den ersten großen Arbeitseinsatz. Und für nie wieder Steinwolle.

Sonntag, 3. Januar 2016

Eden zuhause - Wie plane ich einen Garten?

Wie für uns, geht es beim Traum der eigenen Immobilie, für Viele nicht nur um das Haus, sondern auch - vielleicht sogar ganz besonders - um das Grundstück, beziehungsweise den Garten.
Habe ich als Teenie noch genervt die Augen gerollt, wenn es um Gartenarbeit ging. freue ich mich nun auf kaum etwas mehr, als im Schmutz zu wühlen, zu Pflanzen und dem Wachstum meiner neuen Zöglinge zuzusehen.
Vermutlich ist es eben eines dieser Dinge in die man herein wächst, wie in die Freude am Wandern, die Erfahrung, dass Weine verschiedene Geschmäcker haben oder den Wunsch um Gotteswillen nie wieder eine Nacht durchmachen zu müssen.

Obwohl wir bereits kurzzeitig Pächter eines Kleingartens waren (hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich ein Problem mit Menschen habe, die mir sagen wollen, wie ich Dinge zutun habe?), stellen uns unsere 2000 Quadratmeter Wildnis vor eine ganz neue Herausforderung.
Da uns bezüglich des Hauses aber noch immer die Hände gebunden sind, ist das genau das Richtige um meine rastlose Energie in (wenn auch verfrühte) sinnvolle Bahnen zu lenken.

Wie geht man also vor, wenn man das Paradies vor der eigenen Haustür plant?
Anfänglich ist es dem Prozess des Haus-Planen sehr ähnlich: Man misst, fotografiert und zeichnet einen Plan der aktuellen Situation, gewissermaßen einen Grundriss (hier hilft Googlemaps). Gebäude, Bepflanzungen oder Srukturelemente sollten ebenfalls vermerkt werden.

Solche oder ähnliche Symbole markieren Strukturelemente des Grundstücks


Allerdings sollte man bei der Bestandsaufnahme auch Faktoren außerhalb des Gartens berücksichtigen, bspw. die Himmelsrichtungen, angrenzende Flächen oder Bauten, Ausblicke, Geräuschquellen und so weiter.
Ein Sitzplatz in Ecke A sieht vielleicht auf dem Papier gut aus, wird aber gegebenenfalls unattraktiv, wenn der Nachbar auf der anderen Seite des Zauns seinen Kompost sammelt, oder der Ausblick jäh an der gegenüberliegenden Garagenwand endet.

Möchte man ganz streberhaft vorgehen, kann auch eine Bodenanalyse vornehmen lassen.

Da wir kaum Elemente im Garten haben, die wir behalten wollen, bzw. können, habe ich mir das aufzeichnen des "Ist"-Plans gespart und stattdessen  das Maps-Bild und Fotos des Grundstückes zu rate gezogen.

Unser Häuschen hat eine ziemlich genaue Ost-West-Ausrichtung, ebenso unser leichtes Gefälle

Wie man sieht gibt es keine wirklich direkten Nachbarn.
Im Norden verläuft an unserem Grundstück ein öffentlicher Weg, der aber seit Jahren nicht genutzt und nun von den Nachbarn (mehr oder weniger legal) als abgezäunter Hühnerauslauf verwendet wird.
Da Annexion in unserer Nachbarschaft offenbar groß geschrieben wird und wir ja nicht auffallen wollen, werden wir die bestehende Ausbuchtung unserer südlichen Grundstücksgrenze solange beibehalten bis sich jemand beschwert. Ausgehend davon, dass das Stück bereits solange genutzt wurde, dass es mit unserem Grundstück eingezäunt wurde und sowohl der Weg, als auch das kleine Häuschen auf diesem Grundstück ebenfalls nicht dem Eigentümer gehören und trotzdem seit langer langer Zeit von Anwohnern genutzt werden, sehe ich kein mittelfristiges Problem auf uns zukommen. Ohnehin tragen wir uns mit dem Gedanken die gesamte Grünfläche (die einem lokalen Großgrundbesitzer zu gehören scheint) zu pachten oder sogar irgendwann zu zu kaufen. Unsere perspektivischen Ziegen würden sich sicher freuen.
Östlich unseres Reiches befindet sich nur landwirtschaftliche Nutzfläche, westlich ein weiterer Nachbargarten.

Erste Besucher nutzen die Südseite unseres Grundstücks

Unser hässliches Entlein von Norden (ich meine natürlich NICH Tim!) 

Blick nach Westen, etwa auf Höhe des Sitzplatzes

Blick vom Sitzplatz nach Süden

Scheunen unserer freundlichen Nord-Nachbarn

Interessant ist es auch seinen bevorzugten "Gartenstil" zu finden.
Unser Reich soll gestalterisch ein etwas wildes Cottage- oder Countrygarden Flair versprühen, aber möglichst arbeitsarm konzipiert sein. Wichtiger als das ist uns aber eine naturnahe Bewirtschaftung ohne Pestizide, Kunstdünger und chemische Keule.

Im zweiten Schritt empfiehlt es sich eine Wunschliste (aller Gartennutzer) zu erstellen. Natürlich geht es hier weniger um "Ich hätte gerne pinke Pfingstrosen", sondern eher um "Ich würde mir einen Kräutergarten wünschen" oder um "Übrigens wollte ich schon immer zehn Kinder. Da würde doch ein Sandkasten gut passen".
Auch die Standards wie Sitzplatz oder Wasseranschluss sollten aufgelistet werden.

Ausgehend von dieser Aufzählung kann man den gemachten Plan zunächst ganz grob mit Kringeln in Funktionsbereiche unterteilen und sich von dort nach und nach an die feinere Planung wagen. Es ist anzuraten, verschiedene Varianten zu probieren.
In unserem Fall kamen zwei recht unterschiedliche Varianten zustande. Natürlich handelt es sich beiden Entwürfen um Echos einer fernen und utopischen Zukunft, in der wir weder durch Zeit, noch Geld begrenzt sein werden.


Variante 1 - Mondstein Park
1 - Parkfläche mit Mülltonnen und großem Tor zum Grundstück, vmtl. geschottert
2 - Bestehende Nadelbäume, ergänzt durch blickdichte, hohe Hecke als Sichtschutz zur "Straße"
3 - Beete zum Futteranbau für Hühner (ergänzend)
4 - vmtl. neuer Standort der Kleinkläranlage (unterirdisch)
5 - Geflügelstall (bestehend aber reparaturbedürftig) mit Kaltscharrraum (zu ergänzen)
6 - Ruhebereich mit Hängematte, abgegrenzt durch höhere, dichte Bepflanzung
7 - Hot Tub, ofenbeheizt, abgegrenzt durch höhere, dichte Bepflanzung
8 - Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten
9 - Großer Sitzplatz mit Pergola und Grill
10 - Baumgruppe und Blumenbeete
11 - Formal angelegter Gemüsegarten mit Hochbeeten
12 - Kleine Felder
13 - Nutzhecken (Schlehen, Sanddorn, Holunder...)
14 - Frühbeete und Gerätehäuschen
15 - Natur- und Nützlingsgarten mit kleiner Wasserfläche, Insektenhotel und Wildpflanzen
16 - Hühnerweiden zum 3wöchentlichen Rotieren, z. T. mit Komposten
17 - Naturwiese
18 - Kräutergärtchen
19 - Beerengärtchen
20 - Zu pflanzende Eiche als Hausbaum (meine absoluten Favoriten)
21 - Spielbereich mit Sandkasten, Schaukel, Weidenhäuschen...
22 - Kätzchenvoliere und Balkon vom Heuboden
23 - Solar Dörrschrank
24 - Weinreben (der einzige klare Wunsch des Gutsherren)

Besser aber gefällt mir die zweite Idee, die vermutlich auch ein wenig durchdachter ist und nach der Anmerkung "das ist ja ganz schön viel Rasen" konzipiert wurde.

Variante 2 - Mondstein Gartenreich

1 - Parkfläche mit Mülltonnen und großem Tor zum Grundstück, vmtl. geschottert
2 - Bestehende Nadelbäume, ergänzt durch blickdichte, hohe Hecke als Sichtschutz zur "Straße"
3 - vmtl. neuer Standort der Kleinkläranlage (unterirdisch)
4 - Geflügelstall (bestehend aber reparaturbedürftig) mit Kaltscharrraum (zu ergänzen)
5 - Beete zum Futteranbau für Hühner (ergänzend), inkl. Hochbeet
6 - Hühnerweiden mit Komposten
7 - Großer Sitzplatz mit Pergola und Grill
8 - Spielbereich mit Sandkasten, Schaukel, Weidenhäuschen...
9 - Kleine Felder
10 - niedrige Cranberry- und Heidepflanzen
11 - Nutzhecken
12 - Nützlingshecke
13 - Natur- und Nützlingsgarten mit kleiner Wasserfläche, Insektenhotel und Wildpflanzen
16 - Hot Tub, ofenbeheizt, abgegrenzt durch höhere, dichte Bepflanzung
17 - Obstbaumwiese
18 - Kräutergarten mit Hochbeeten
19 - Formal angelegter Gemüsegarten mit Hochbeeten
20 - Eiche als Hausbaum, Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten
21 - Katzenvoliere
22 - Balkon vom Heuboden
23 - Frühbeete und Dörrschränke
24 - Weinreben

Alle Wege werden geschottert oder mit Naturstein gelegt.

Einige Elemente sind in beiden Plänen an gleicher Stelle geblieben. So ist beispielsweise der Sitzplatz an dieser Stelle am besten situiert weil wir an dieser Stelle sowohl den Besten Ausblick, als auch ein bereits bestehendes Stück Fundament haben. Auch die Weinreben mögen es sehr sonnig und gut drainiert, weshalb sie nach wie vor südlich des Hauses, auf dem höhsten Teil des Grundstücks stehen.
Da der süd-westliche Rand unseres Grund und Bodens durch eine etwa 2 Meter hohe Backsteinmauer begrenzt wird, haben wir dort Halbschatten. Nicht so geeignet für Nutzpflanzen, sehr wohl geeignet für die meisten Wildpflanzen des Nützlingsgartens.
Andere Funktionsbereiche sind gewandert und haben sich in Größe und Form leicht verändert, nicht zuletzt dank zahlreicher Gartenbilder und Dokus, die ich in letzter Zeit aufgesogen habe (Was man gewissermaßen auch als Schritt 3 bezeichnen könnte).
Da wir auch versuchen wollen einige Fliederbüsche und (so sie denn noch leben) Obstbäume zu erhalten, reden wir hier von einem recht fluiden System. Dennoch ist ja hilfreich zu wissen wohin man möchte.

Der letzte planerische Schritt wäre die Auswahl einzelner Pflanzenarten für die jeweiligen Gartenbereiche. Allerdings kenne selbst ich den bohrenden Drang bei irgendeinem Baumarktbesuch diverse feilgebotene Pflanzenschönheiten zu besitzen, der selbst vor Stadtbewohnern ohne Balkon nicht halt macht. Seltsam aber wahr.

Auf dem Mondsteinhof wollen wir - abgesehen von ein paar Liebhaberstücken wie der japanischen Nelkenkirsche - vornehmlich heimische Bäume und Sträucher pflanzen. Von meiner geliebten Stieleiche ist über Bergulme, Rotbuche, Esche, (Felsen-)Birne, Apfelbaum, Birke und Walnuss (bestehend) alles dabei. Bäume sind großartig. Jeder sollte sie im Garten haben, auch wenn es einiges an Laub und Arbeit, sowie ein bisschen Schatten bedeutet. Die Nützlinge aber werden es lieben. Ebenso schaukelnde Kinder und schwitzende Schattensucher.

Auch fantastisch und zugleich stiefmütterlich aus vielen Gärten verbannt ist die gute alte Hecke. Billiger, schöner und beständiger als jeder Zaun sind sie nicht nur hervoragender Sicht- und Windschutz, sondern auch ein Paradies für Vögel, Igel und co.
Zudem gibt es etliche unterschätzte Nutzpflanzen, die wunderbare Hecken abgeben. Holunder, Aronia, Sauerdorn, Schlehen, Sanddorn und Mispel sind hier nur einige Beispiele.
Zum Thema Hecke und Grundstücksgrenzen hat das Land Sachsen-Anhalt auch endlich mal eine sinnvolle rechtliche Regelung.

In weiteren Posts werden wir noch auf einzelne Punkte, ihre Funktion im Garten und ihre Anlage, bzw. unsere Vorstellungen dazu eingehen.
.
Ich werde jetzt erstmals Gartenkataloge bestellen...

Eure Mondstein-Gärtner


Sonntag, 20. September 2015

Der Traum vom Landleben - Tiere im Garten


Source: https://img0.etsystatic.com/017/0/7115395/il_570xN.495637872_8a9j.jpg

Einer der wichtigsten "Pull-Faktoren", der Inbegriff des Landlebens, ist für Viele die Tierhaltung hinter dem eigenen Haus. Wir bilden da natürlich keine Ausnahme und wollten nicht zuletzt deshalb ein wirklich großes Grundstück haben.

Schon in frühester Kindheit konnte ich nie an flauschigen, fedrigen oder sogar geschuppten Zeitgenossen vorbei gehen ohne zu schauen oder zu streicheln und etliche Autofahrten und Spaziergänge mussten für einen Halt an der Pferde- oder Kuhweide unterbrochen werden.
Meine ersten Tiere waren Wellensittiche, dann gab es Kaninchen, später zwei Hunde, diverse Pferde in der Freizeit und schließlich zwei Katzen und auch dabei soll es nicht bleiben.

Zwar gehören wir auf dem Mondsteinhof zu den nicht Fleisch essenden Menschen, aber wir lieben Käse und auch Eier schmecken uns gut, die kaufen wir allerdings nicht, weil selbst "Bio" Hühnerhaltung kaum artgerecht gewerblich zu betreiben ist.
Nachdem wir vor Jahren im Urlaub eine Arte-Dokumentation namens "Nie wieder Fleisch?" gesehen hatten, war uns klar: Wir möchten kein Fleisch mehr konsumieren. Ganz besonders nicht aus würdeloser Massenproduktion. Wäre es das glückliche freiland Huhn/Schwein von Bauer Schulz von nebenan, dass man gemeinhin im Supermarkt findet, wäre es bei uns vermutlich auch nie soweit gekommen überhaupt den Gebrauch und Verzehr von tierischen Produkten in Frage zu stellen. Denn seien wir doch mal ehrlich: Die Natur ist eine einzige riesige Nahrungskette, voll von Jägern und Beute. Warum also sollte der Mensch da die Ausnahme bilden?

Wir finden: Weil er es kann. Wir sind nicht auf den Verzehr von Fleisch angewiesen. Ganz im Gegenteil sind die heute üblichen Mengen (nicht nur an Fleisch sondern generell an hochwertigen tierischen Nahrungsquellen) sogar zu viel zu hoch. Stichwort: Übergewicht, Cholesterin, Rheuma und natürlich Dinge wie: Antibiotikaresistenzen und so weiter. Vom "Sonntagsbraten" sind wir heute Lichtjahre entfernt.
Zudem ist das Degradieren anderer Lebewesen zu Produktionsmaschinen völlig widerlich und in der Tat unmenschlich... aber ich schweife schon wieder ab.

Wie schön wäre es also Eier von den eigenen glücklichen Hühnern, Enten oder Wachteln und vielleicht sogar Milch von (oder einfach Spaß mit) den eigenen Ziegen zu haben?
Ich erfreue mich aber natürlich auch ohne Gegenleistung an Ziegen, Schweinen, Geflügel, und co und möchte das später auch meinen Kindern nahe bringen. Ich möchte, dass sie wissen wie viel Verantwortung und Respekt wir für unsere Mitgeschöpfe aufbringen müssen und, dass sie darüber informiert sind woher tierische Produkte kommen und welcher enorme Aufwand hinter Eiern, Milch und Leder steht und was für wunderbare Freunde Tiere sein können. Natürlich wäre es auch schön anderen Kindern (und gerne auch Erwachsenen) diese Dinge näherbringen zu können.
Zudem würde ich gerne als eine Art Pflegestelle für den Tierschutz etwas vom menschlichen Fehlverhalten ausbalancieren und einzelnen Tierchen eine zweite Chance auf ein schönes Leben ermöglichen (und ja: mir ist klar, dass ich dazu vermutlich eine Zeit-Vortex benötigen werde).
Soweit jedenfalls der Traum. Alle einzelnen Tierarten werden natürlich nach und nach noch mit eigenen Posts bedacht.

Nach unserem Einzug werden wir uns zunächst darum kümmern, unseren Kätzchen ein Außengehege zu konstruieren.
Source:https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/fb/1b/69/fb1b69f11efd3e7e250e283e920b9e29.jpg
Unser Haus ist zwar so traumhaft gelegen, dass auch ein Freilauf denkbar wäre, aber man weiß ja nie ob es nicht doch einen komischen Nachbarn oder ungezügelten Jagdhund im Dorf gibt oder ob sie mal eine Pestizid-verseuchte Maus auf dem Feld fangen.
Nennt mich ruhig "crazy catlady", aber ich bin der Meinung, dass wir die Verantwortung für das Tier übernehmen und damit auch die Verpflichtung ihnen das beste, artgemäßeste Leben zu geben, das möglich ist.

Danach wollen wir unseren Hühnerstall und den angrenzenden Auslauf (wieder) herrichten und uns eine kleine Gruppe von 5-10 Hennen halten. Ein paar Marans, Buntleger (Araucana und Sussex), Australorps, Orpington und Brahmas. Vielleicht sogar irgendwann in Kombination mit zwei "Hühnerschweinen" als Wühlhilfe und zum Schutz vor Fuchs und co.
Source: http://www.urbanfarmer.de/wp-content/uploads/2013/09/Fotolia_55325776_XS-Kopie.jpg


In ferner Zukunft sollen in unbestimmter Reihenfolge Hunde, Wachteln (japanische Legewachteln) und Laufenten ergänzt werden.
Wenn wir den Hals dann noch immer nicht voll bekommen wäre auch die eine oder andere Anglo-Nubier-Ziege denkbar.
Bis dahin allerdings beschäftigen wir uns mit diesem Hausbau....





Eure (Vogel)hausbauherren